Die grösste Reichweite gewinnt nicht automatisch die beste Kampagne. Im Influencer Marketing 2026 zählen zunehmend Creator Fit, Storytelling und die Möglichkeit, Inhalte durch bezahlte Werbung gezielt zu skalieren.
Für Brands verändert sich damit die Art, wie Influencer ausgewählt, Kampagnen geplant und Budgets eingesetzt werden.
Während früher häufig die organische Reichweite im Mittelpunkt stand, sind Creator heute zunehmend auch Produzenten von Werbeinhalten. Mit Meta Partnership Ads und TikTok Spark Ads können Brands autorisierte Creator-Beiträge gezielt als Werbeanzeigen einsetzen.
Das verändert nicht nur die Rolle von Influencern. Es verändert auch, wie Unternehmen über Content, Nutzungsrechte, Vergütung und Performance denken.
Bei Not Nice beobachten wir diesen Wandel unmittelbar: In rund 70 % unserer Influencer-Kampagnen arbeiten wir mit Creatorn unter 30'000 Followern. Gleichzeitig setzen nach unserer operativen Erfahrung etwa acht von zehn betreuten Brands auf Partnership Ads oder Spark Ads.
Was steckt hinter dieser Entwicklung? Und warum kann ein überzeugendes Skript mehr bewirken als eine aufwendige Videoproduktion?
Das Wichtigste in Kürze
- Micro-Influencer werden für viele Brands relevanter, weil sie spezifische Communities und unterschiedliche kreative Perspektiven einbringen.
- Creator Content wird zunehmend nicht nur organisch veröffentlicht, sondern auch in Paid-Social-Kampagnen eingesetzt.
- Meta Partnership Ads und TikTok Spark Ads verbinden autorisierte Creator-Inhalte mit bezahlter Distribution.
- Gutes Storytelling, Creator Fit und Creative Testing können für die Kampagnenperformance wichtiger sein als reine Reichweite oder Produktionsästhetik.
- Professionelle Creator-Leistungen sollten fair vergütet werden. Not Nice setzt deshalb bei beauftragten Creator-Kampagnen auf finanzielle Auszahlungen.
- Erfolgreiche Creator-Strategien kombinieren Content, Community, unterschiedliche Hooks und datenbasiertes Media Buying.
1. Was sind Micro-Influencer?
Micro-Influencer sind Content Creator mit einer vergleichsweise kleinen, häufig thematisch fokussierten Community.
Eine verbreitete Orientierung liegt zwischen 10'000 und 100'000 Followern. Allerdings gibt es keine allgemein verbindliche Definition.
Bei Not Nice betrachten wir für viele Kampagnen insbesondere Creator mit weniger als 30'000 Followern. Dazu können je nach Definition auch Nano-Influencer gehören.
Warum? Weil wir Influencer nicht ausschliesslich anhand ihrer Followerzahl beurteilen.
Für eine erfolgreiche Kampagne sind weitere Faktoren entscheidend:
- Wie gut passt der Creator zur Brand?
- Welche Zielgruppe spricht er an?
- Wie glaubwürdig kann er ein Produkt präsentieren?
- Welche kreativen Fähigkeiten bringt er mit?
- Wie geeignet ist sein Content für Paid Advertising?
- Welche Nutzungsrechte stehen zur Verfügung?
Die Reichweite bleibt relevant. Sie ist aber nur ein Teil der Entscheidung.
70 % unserer Influencer-Kampagnen setzen auf Creator unter 30'000 Followern
Nach unserer internen Kampagnenerfahrung arbeiten wir bei rund 70 % unserer Influencer-Kampagnen mit Creatorn unter 30'000 Followern.
Das ist eine bewusste Ausrichtung.
Die Zusammenarbeit mit kleineren Creatorn ermöglicht es uns, unterschiedliche Content-Stile, Communities und kreative Perspektiven zu berücksichtigen.
Statt ausschliesslich eine reichweitenstarke Person einzusetzen, können Brands mit mehreren passenden Creatorn verschiedene Zielgruppen und Kommunikationsansätze testen.
Das bedeutet nicht, dass Macro-Influencer grundsätzlich schlechter funktionieren. Für grosse Awareness-Kampagnen können reichweitenstarke Persönlichkeiten weiterhin sinnvoll sein.
Die entscheidende Frage lautet jedoch nicht mehr ausschliesslich: Wie viele Menschen erreicht dieser Influencer?
Sondern zunehmend: Was können wir mit seinem Content, seiner Glaubwürdigkeit und unserer Marketingstrategie erreichen?
Quelle: Not Nice, interne operative Kampagnenerfahrungen. Die Angabe ist keine repräsentative Marktstatistik.
2. Influencer Marketing verändert sich: Vom organischen Post zum Werbe-Asset
Klassische Influencer-Kampagnen waren lange stark auf organische Reichweite ausgerichtet.
Eine Brand beauftragte einen Influencer, dieser veröffentlichte einen Beitrag und die Zusammenarbeit wurde beispielsweise anhand von Views, Reichweite und Engagement ausgewertet.
Dieses Modell besteht weiterhin.
Heute lassen sich Influencer-Inhalte jedoch zusätzlich in bezahlte Werbekampagnen integrieren. Dadurch kann der wirtschaftliche Wert einer Creator-Kooperation über die ursprüngliche Veröffentlichung hinausgehen.
Ein Video kann zunächst die bestehende Community eines Influencers erreichen und anschliessend mit entsprechender Autorisierung zusätzlich über Paid Media verbreitet werden.
92 % der befragten Marketingverantwortlichen nutzen Creator Content in Paid Media
Wie stark Creator Marketing und bezahlte Werbung bereits miteinander verbunden sind, zeigt der Creator-Powered Funnel Report 2026 von CreatorIQ.
Laut der Studie:
- nutzen 92 % der befragten Paid-Media- und Marketingverantwortlichen Creator Content in bezahlter Werbung,
- machen Creator-Inhalte durchschnittlich 44 % ihrer Paid-Media-Creatives aus,
- geben 77 % der Befragten an, dass Creator Content in ihren Kampagnen besser als traditionelle Brand Creatives performt.
Für den Bericht wurden im Mai 2026 insgesamt 100 Marketingverantwortliche aus den USA und Grossbritannien befragt.
Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Entwicklung innerhalb dieser Stichprobe. Sie lassen sich allerdings nicht uneingeschränkt auf den gesamten internationalen Markt übertragen.
Quelle: CreatorIQ – Creator-Powered Funnel Report, 10. Juni 2026
Der Trend passt zu unserer Erfahrung bei Not Nice: Creator Marketing entwickelt sich von einer isolierten Reichweitendisziplin zu einem Bestandteil umfassender Content- und Performance-Strategien.
3. Partnership Ads und Spark Ads: Warum die Werbenutzung von Creator Content wichtiger wird
Ein zentraler Bestandteil moderner Influencer-Kampagnen ist die Möglichkeit, Creator-Inhalte als Werbung einzusetzen. Dafür stellen Meta und TikTok entsprechende Formate zur Verfügung.
Was sind Meta Partnership Ads?
Meta Partnership Ads ermöglichen es Brands, mit Creatorn und anderen Partnern zusammenzuarbeiten und dafür freigegebene Inhalte beziehungsweise Identitäten in Werbekampagnen zu verwenden.
Welche konkreten Berechtigungen benötigt werden, hängt vom jeweiligen Anzeigenformat und der technischen Einrichtung ab.
Was sind TikTok Spark Ads?
TikTok Spark Ads ermöglichen es, organische TikTok-Beiträge für bezahlte Werbung zu verwenden.
Ein Creator kann einen Beitrag beispielsweise über einen Autorisierungscode freigeben. Die Brand kann diesen anschliessend im Rahmen der erteilten Berechtigung in einer Werbekampagne einsetzen.
Daher ist bei solchen Kooperationen nicht nur die Vergütung für die Erstellung oder Veröffentlichung eines Beitrags relevant, sondern auch die vereinbarte Werbenutzung.
Quelle: TikTok for Business – Spark Ads Creation Guide
Acht von zehn betreuten Brands nutzen nach unserer Erfahrung Creator Ads
Bei Not Nice beobachten wir, dass ungefähr acht von zehn unserer betreuten Brands Partnership Ads oder Spark Ads in ihre Creator-Marketing-Aktivitäten einbeziehen.
Für uns ist das ein deutliches Signal: Die Diskussion über Influencer Marketing darf nicht bei Followerzahlen enden.
Brands sollten frühzeitig klären, ob ein Creator-Inhalt ausschliesslich organisch veröffentlicht oder zusätzlich als Werbe-Asset eingesetzt werden soll.
Entsprechend wichtig werden:
- die Auswahl des richtigen Creators
- geeignete Content-Formate
- werbliche Nutzungsrechte
- technische Freigaben
- Creative Testing
- Media Buying und Kampagnenauswertung
Quelle: Not Nice, interne operative Erfahrungen mit betreuten Brands. Die Angabe beschreibt keine repräsentative Branchenstatistik.
4. Warum der Schweizer Influencer-Markt besondere Herausforderungen bietet
Gerade in der Schweiz beobachten wir eine interessante Entwicklung.
Der Markt ist vergleichsweise klein. Gleichzeitig ist die Auswahl passender Creator in bestimmten Sprachen, Regionen und Nischen begrenzt.
Für eine Brand, die beispielsweise gezielt eine bestimmte Schweizer Community erreichen möchte, kommen möglicherweise nur wenige passende Influencer infrage.
Wenn mehrere Unternehmen gleichzeitig mit denselben Creatorn zusammenarbeiten möchten, kann sich diese Nachfrage auf deren Vergütungserwartungen auswirken.
Nach unserer Erfahrung sind die geforderten Gagen bei gefragten Schweizer Nischen-Creatorn in den vergangenen Jahren teilweise deutlich gestiegen. Das betrifft nicht nur umfassende Buyouts, sondern auch Kooperationen mit zusätzlichen Werbenutzungsrechten.
Höhere Creator-Gagen verändern die Wirtschaftlichkeit
Ein höherer Creator-Preis ist nicht automatisch problematisch. Eine Kampagne kann auch bei höheren Produktions- und Lizenzkosten wirtschaftlich sein.
Entscheidend ist, ob die gesamte Marketingstrategie funktioniert. Für Brands bedeutet das, nicht nur die Creator Fee isoliert zu betrachten.
Relevant sind unter anderem:
- Creator-Vergütung
- Content-Produktion
- Nutzungsrechte
- Media Budget
- Kampagnenmanagement
- Conversion Rate
- Kundenakquisitionskosten
- Return on Ad Spend
Eine Kooperation mit einem beliebten Creator garantiert keinen positiven ROAS.
Wenn die Kosten steigen, gewinnen eine realistische Budgetplanung, passende Creatives und professionelles Media Buying zusätzlich an Bedeutung.
5. Das Creative Game verändert sich: Ein Produkt, mehrere Hooks
Ein weiterer Wandel betrifft die Art, wie Influencer Content konzipiert wird.
Statt ein einziges Video mit einem festen Einstieg zu produzieren, können Brands unterschiedliche Hooks und Storytelling-Ansätze testen.
Ein Hook ist der Einstieg in ein Video. Er soll Aufmerksamkeit erzeugen und der Zielgruppe einen Grund geben, weiterzuschauen.
Für ein und dasselbe Produkt können unterschiedliche kreative Ansätze funktionieren.
Beispiel: Drei Hooks für ein Produkt
Hook 1 – Problemorientiert «Kennst du das, wenn du ein Produkt kaufst und erst später merkst, worauf du eigentlich hättest achten sollen?»
Hook 2 – Persönliche Erfahrung «Ich habe dieses Produkt in meine tägliche Routine integriert. Das ist mir dabei aufgefallen.»
Hook 3 – Produktorientiert «Drei Eigenschaften, die du vor dem Kauf dieses Produkts vergleichen solltest.»
Alle drei Ansätze vermitteln potenziell unterschiedliche Informationen und sprechen unterschiedliche Interessen an.
Welche Variante besser funktioniert, hängt von Zielgruppe, Produkt und Kampagnenkontext ab. Deshalb empfehlen wir, verschiedene Hooks und Creative Angles zu testen, statt sich ausschliesslich auf eine einzige Version zu verlassen.
Ein gutes Briefing sollte dabei Raum für die Persönlichkeit des Creators lassen. Authentische persönliche Aussagen müssen auf tatsächlichen Erfahrungen beruhen. Produkt- und Wirkungsversprechen müssen belegbar sein.
6. Warum Storytelling wichtiger sein kann als Produktionsqualität
Ein hochwertiges Kamera-Setup garantiert noch keinen überzeugenden Werbeinhalt.
Professionelle Videoproduktion spielt weiterhin eine wichtige Rolle – insbesondere bei Imagefilmen, Brand-Kampagnen und hochwertigen Produktinszenierungen.
Bei performanceorientiertem Creator Content kann jedoch eine andere Frage entscheidend sein: Trifft die Geschichte die Bedürfnisse der richtigen Zielgruppe?
Ein ästhetisch perfektes Video kann visuell beeindrucken, ohne ein relevantes Kaufmotiv anzusprechen. Ein einfach aufgenommenes Creator-Video kann dagegen eine verständliche, persönliche und glaubwürdige Geschichte erzählen.
Unsere Erfahrung zeigt, dass der kreative Ansatz für die Performance mindestens genauso wichtig sein kann wie die technische Ausführung.
Praxisbeispiel: Ein Supplement-Case mit vierfachem ROAS
In einer Kampagne für eine Supplement-Brand haben wir unterschiedliche Content-Ansätze gegenübergestellt.
Einerseits wurden visuell hochwertige, ästhetisch produzierte Inhalte eingesetzt. Andererseits entstanden konventionelle UGC-Videos mit verschiedenen Storytelling-Ansätzen und Creative Angles.
Bei der Umsetzung wurden Creator Fit, Produkt und saisonaler Kontext berücksichtigt.
Das Ergebnis: Die Storytelling-Kampagne erzielte einen ROAS, der viermal so hoch war wie der durchschnittliche ROAS der betrachteten Kampagne.
Dieses Ergebnis hat uns in unserer Überzeugung bestärkt, dass nicht allein Produktionsästhetik über den Kampagnenerfolg entscheidet.
Allerdings handelt es sich um ein einzelnes Praxisbeispiel und keinen kontrollierten wissenschaftlichen Test. Unterschiede bei Creatorn, Saisonalität, Zielgruppen, Distribution und anderen Faktoren können das Ergebnis beeinflusst haben. Daraus lässt sich deshalb nicht ableiten, dass Storytelling allgemein viermal besser performt als ästhetischer Content.
Was wir aus der Kampagne mitnehmen: Mehr Produktionsaufwand bedeutet nicht automatisch mehr Umsatz. Eine relevante Geschichte kann für die Performance entscheidend sein.
Quelle: Not Nice, anonymisiertes internes Kampagnenbeispiel. Die Ergebnisse sind nicht auf andere Kampagnen übertragbar.
7. Barter Deals vs. bezahlte Creator-Kampagnen: Warum faire Vergütung wichtig ist
Das Vergütungsmodell ist ein weiterer Bestandteil des Wandels im Creator Marketing.
Noch immer arbeiten Unternehmen mit Barter-Kooperationen. Dabei erhalten Creator beispielsweise ein Produkt als Gegenleistung für eine vereinbarte Leistung.
Grundsätzlich können solche Kooperationen sinnvoll sein – insbesondere bei kleinen, freiwilligen Kooperationen oder Produkten mit einem entsprechenden Gegenwert.
Wichtig ist jedoch, zwischen unverbindlichem PR-Seeding und einem konkreten Produktionsauftrag zu unterscheiden.
Beim unverbindlichen Seeding erhalten Creator Produkte, ohne zu einer Veröffentlichung verpflichtet zu sein. Bei einem beauftragten Content-Projekt bestehen hingegen klare Erwartungen. Dazu können gehören:
- ein detailliertes Briefing
- ein vorgegebenes Skript
- mehrere Videoaufnahmen
- unterschiedliche Hooks
- Korrekturschleifen
- feste Deadlines
- zusätzliche Nutzungsrechte
Das ist kreative Arbeit.
Warum Not Nice Creator finanziell vergütet
Bei Not Nice vertreten wir eine klare Haltung: Wer professionelle Creator-Leistungen erwartet, sollte dafür ein echtes Budget einplanen.
Unsere beauftragten Creator-Kampagnen sehen deshalb eine finanzielle Auszahlung vor.
Insbesondere bei Produkten mit niedrigem oder mittlerem Warenwert halten wir es nicht für angemessen, umfangreiche Produktionsanforderungen ausschliesslich mit Produktgeschenken zu vergüten.
Dabei geht es nicht nur um Fairness. Klare Vergütungen erleichtern es, Leistungsumfang, Erwartungen und Rechte professionell festzuhalten.
Über das Multi-Bidding-System von Not Nice können Creator eigene Preisvorschläge einreichen. Brands können die Angebote auf Basis ihrer Kampagnenanforderungen beurteilen.
Eine finanzielle Vergütung garantiert natürlich kein hochwertiges Creative. Sie schafft aber eine professionelle Grundlage für die Zusammenarbeit.
Unser Ansatz lautet daher: Better Creator Partnerships. Better Stories.
8. Ein guter Creator mit einem schlechten Skript bleibt ein schwaches Creative
Viele Brands konzentrieren sich bei der Creator-Auswahl stark auf Followerzahlen, Engagement oder visuelle Qualität. Diese Faktoren sind relevant.
Aber ein Creator kann noch so professionell auftreten – wenn die Botschaft die Zielgruppe nicht anspricht, wird daraus nicht automatisch eine erfolgreiche Werbeanzeige.
Umgekehrt kann ein weniger erfahrener Creator mit einer überzeugenden Geschichte und einem durchdachten Skript starke Ergebnisse erzielen.
Bei Not Nice setzen wir deshalb nicht ausschliesslich auf Creator-Auswahl. Wir betrachten das Zusammenspiel aus:
Creator Fit + Creative Strategy + Storytelling + Distribution
Was macht ein gutes Creator-Skript aus?
- Ein klar definiertes Problem: Welche Situation oder welches Bedürfnis der Zielgruppe wird angesprochen?
- Ein relevanter Creative Angle: Aus welcher Perspektive soll das Produkt vorgestellt werden?
- Ein überzeugender Einstieg: Warum sollte ein Nutzer das Video nicht sofort weiterscrollen?
- Eine glaubwürdige Produktintegration: Wie lässt sich das Produkt natürlich in die Geschichte des Creators einbinden?
- Eine passende Handlungsaufforderung: Was soll die Zielgruppe nach dem Video tun?
- Möglichkeiten zur Iteration: Welche Hooks, Schnittvarianten und Storytelling-Ansätze lassen sich anschliessend testen?
Das Creative sollte nicht als einmalige Produktion betrachtet werden, sondern als Bestandteil eines kontinuierlichen Lernprozesses.
9. Warum Creator Marketing und Performance Marketing zusammengehören
Die Integration von Creator Content in verschiedene Marketingkanäle ist auch international ein zentrales Thema.
Im Bericht State of Creator Marketing 2026–2027 untersuchte CreatorIQ gemeinsam mit Sapio Research die Entwicklung des Creator Marketings anhand einer Befragung von 2'000 Vertretern von Brands und Agenturen in neun Ländern.
Der Bericht beschreibt unter anderem die steigende Bedeutung von Technologie, integrierten Workflows, Performance-Messung und kanalübergreifendem Einsatz von Creator Content.
Quelle: CreatorIQ – State of Creator Marketing 2026–2027, 30. September 2026
Für uns bestätigt diese Entwicklung einen wichtigen strategischen Ansatz: Creator Marketing sollte nicht isoliert vom restlichen Marketing betrachtet werden. Stattdessen können Brands einen wiederholbaren Prozess aufbauen.
- Die richtigen Creator finden: Die Auswahl basiert nicht ausschliesslich auf Reichweite, sondern auch auf Zielgruppe, Content-Stil, Sprache, Markenpassung und Kampagnenziel.
- Unterschiedliche Geschichten entwickeln: Für ein Produkt werden verschiedene Hooks und Creative Angles ausgearbeitet.
- Creator professionell briefen und vergüten: Leistungen, Nutzungsrechte, Deadlines und Erwartungen werden vor der Produktion definiert.
- Organische und bezahlte Distribution kombinieren: Geeignete Creator-Beiträge können mit den erforderlichen Freigaben zusätzlich in Paid-Social-Kampagnen eingesetzt werden.
- Creatives auswerten: Je nach Kampagnenziel werden beispielsweise Klickrate, Conversion Rate, CPA, ROAS und weitere Kennzahlen berücksichtigt.
- Erfolgreiche Ansätze weiterentwickeln: Auf Grundlage der Ergebnisse werden neue Varianten, Hooks oder Creator-Konstellationen getestet.
So entsteht ein kontinuierlicher Prozess anstatt einer Reihe isolierter Einzelkampagnen.
10. Wie Not Nice Creator Marketing skaliert
Not Nice verbindet Technologie, Creator-Matching und Kampagnenverwaltung mit zusätzlichen Dienstleistungen in Strategie und Produktion.
Brands können Kampagnen selbst organisieren oder zusätzliche Unterstützung durch das Not-Nice-Team nutzen.
Die Plattform bietet unter anderem:
- datenbasierte Creator-Auswahl
- Multi-Bidding und individuelle Creator-Vergütung
- digitale Kampagnenverwaltung
- Werkzeuge für Briefings und Scripting
- UGC- und Influencer-Kampagnen
- optionale Done-for-you-Produktion
- Unterstützung bei Content für unterschiedliche Marketingkanäle
Not Nice ist in DACH, auf dem Balkan und im Middle East aktiv.
Der Ansatz geht dabei über die Erstellung einzelner UGC-Videos hinaus. Je nach Projekt können Creator Content, Influencer Marketing, professionelle Videoproduktion und Performance Marketing miteinander verbunden werden.
Unser Ziel ist es, Brands dabei zu unterstützen, nicht nur Content zu produzieren, sondern wiederholbare und skalierbare Marketingprozesse aufzubauen.
Denn eine erfolgreiche Creator-Kampagne entsteht nicht allein vor der Kamera. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von passenden Creatorn, relevanten Geschichten und einer durchdachten Marketingstrategie.
Fazit: Die Zukunft gehört nicht automatisch dem grössten Influencer
Micro-Influencer werden für viele Brands zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Marketingstrategie – nicht allein aufgrund ihrer Followerzahlen, sondern wegen ihrer spezifischen Zielgruppen, unterschiedlichen kreativen Perspektiven und der Möglichkeiten, ihren Content in bezahlten Kampagnen einzusetzen.
Gleichzeitig entwickelt sich der Markt weiter. Gerade in der Schweiz beobachten wir eine hohe Nachfrage nach passenden Nischen-Creatorn und teilweise steigende Vergütungserwartungen.
Umso wichtiger wird es, Kampagnen strategisch zu planen und Creator Content nicht ausschliesslich als einmaligen Social-Media-Post zu betrachten.
Unsere Erfahrungen aus unterschiedlichen Kampagnen zeigen, wie relevant die Verbindung aus Creator Fit, Storytelling, Testing und Media Buying sein kann.
Die wichtigste Erkenntnis: Ein grosser Creator mit einem schwachen Skript ist nicht automatisch ein gutes Investment. Ein kleinerer Creator mit der richtigen Geschichte kann dagegen zu einem wertvollen Performance-Asset werden.
Die Zukunft des Influencer Marketings liegt deshalb nicht ausschliesslich in grösserer Reichweite. Sie liegt darin, Creator, Content und Distribution intelligent miteinander zu verbinden.
Ready to scale with creators?
Du möchtest Micro-Influencer, UGC und Paid Social strategisch kombinieren?
Mit Not Nice findest du passende Creator, organisierst Kampagnen über eine zentrale Plattform und kannst deine Content-Produktion bei Bedarf vollständig betreuen lassen.
Häufig gestellte Fragen zu Micro-Influencer Marketing
Was ist ein Micro-Influencer?
Ein Micro-Influencer ist ein Content Creator mit einer vergleichsweise kleinen Community. Häufig wird der Bereich von 10'000 bis 100'000 Followern verwendet. Die genaue Definition kann je nach Anbieter und Markt variieren.
Warum setzen Brands auf Micro-Influencer?
Micro-Influencer können spezifische Communities ansprechen und Inhalte mit unterschiedlichen kreativen Perspektiven produzieren. Für Unternehmen sind neben Reichweite insbesondere Zielgruppenpassung, Glaubwürdigkeit und Content-Qualität relevant.
Was ist der Unterschied zwischen UGC und Micro-Influencer Marketing?
Bei UGC steht primär die Produktion von Content im Vordergrund. Beim Influencer Marketing ist zusätzlich die Veröffentlichung über die Kanäle eines Creators und die Ansprache seiner Community relevant. Eine Person kann beide Rollen übernehmen.
Was sind Meta Partnership Ads?
Meta Partnership Ads sind Anzeigenformate, bei denen Brands unter entsprechenden Voraussetzungen mit Creatorn und anderen Partnern zusammenarbeiten und dafür freigegebene Inhalte oder Identitäten werblich nutzen können.
Was sind TikTok Spark Ads?
TikTok Spark Ads ermöglichen es, autorisierte organische TikTok-Beiträge als bezahlte Werbung zu verwenden. Creator können eine solche Nutzung unter anderem über einen Autorisierungscode freigeben.
Sind Micro-Influencer günstiger als Macro-Influencer?
Nicht zwangsläufig. Preise hängen unter anderem von der Zielgruppe, der Nachfrage, dem Leistungsumfang und den Nutzungsrechten ab. Gerade in kleinen Märkten wie der Schweiz können gefragte Nischen-Creator hohe Vergütungserwartungen haben.
Sind Barter-Kooperationen noch sinnvoll?
Barter-Kooperationen können je nach Produkt und Vereinbarung sinnvoll sein. Bei professionellen Content-Aufträgen mit verbindlichen Produktionsanforderungen empfiehlt Not Nice eine finanzielle Vergütung.
Was ist wichtiger: Creator Fit oder Storytelling?
Beide Faktoren sind wichtig. Ein passender Creator kann eine Marke glaubwürdig repräsentieren. Ein gutes Storytelling hilft dabei, die richtige Botschaft und relevante Kaufmotive zu vermitteln.
Wie misst man den Erfolg von Creator Ads?
Je nach Ziel eignen sich Kennzahlen wie Reichweite, Engagement, Klickrate, Conversion Rate, Kundenakquisitionskosten und ROAS. Für einen belastbaren Vergleich sollten auch Werbebudget, Attribution, Kampagnenzeitraum und Zielgruppe berücksichtigt werden.
Quellen und Methodik
Redaktioneller Stand: 8. Oktober 2026
Externe Quellen
- CreatorIQ – Creator-Powered Funnel Report (2026). Veröffentlicht am 10. Juni 2026. Befragung von 100 Marketingverantwortlichen aus den USA und Grossbritannien zu Creator Content, Paid Media und Kampagnenperformance. creatoriq.com
- CreatorIQ – State of Creator Marketing 2026–2027. Veröffentlicht am 30. September 2026. Internationale Befragung von 2'000 Vertretern von Brands und Agenturen aus neun Ländern zur Entwicklung des Creator Marketings. creatoriq.com
- TikTok for Business – Spark Ads Creation Guide. Offizielle technische Dokumentation zur Erstellung von Spark Ads und zur Autorisierung von Creator-Inhalten. Stand: Juni 2026. ads.tiktok.com
Not-Nice-interne Erkenntnisse
Die Angaben zu rund 70 % Influencer-Kampagnen mit Creatorn unter 30'000 Followern sowie zu acht von zehn betreuten Brands mit Partnership- beziehungsweise Spark-Ad-Nutzung basieren auf internen operativen Erfahrungswerten von Not Nice.
Auch die beschriebene Supplement-Kampagne und der dort erzielte vierfache durchschnittliche ROAS stammen aus einem internen Kampagnenbeispiel.
Für diese Angaben werden in diesem Beitrag keine Stichprobengrössen oder konkreten Auswertungszeiträume veröffentlicht. Die Werte sind deshalb als unternehmensspezifische Erfahrungen und nicht als repräsentative Marktstatistiken zu verstehen.
Die Ergebnisse einzelner Kampagnen hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Produkt, Zielgruppe, Creator Fit, Creative, Saisonalität, Media Budget und Kampagnensteuerung.
Die beschriebenen Ergebnisse stellen keine Garantie für zukünftige Kampagnen dar.
Dieser Beitrag dient der fachlichen Information und gibt die redaktionelle Einschätzung von Not Nice auf Grundlage der genannten Quellen und Erfahrungen wieder.



