UGC oder Influencer Marketing? Wer 2027 mit Creator Content skalieren möchte, stellt sich möglicherweise die falsche Frage. Denn die Zukunft liegt nicht in der Entscheidung zwischen beiden Ansätzen, sondern in ihrer intelligenten Kombination.
Während klassische Influencer-Kampagnen lange auf Reichweite ausgerichtet waren, setzen Brands zunehmend auf ein Zusammenspiel aus UGC, Influencern, organischem Content und Paid Advertising.
Bei Not Nice beobachten wir diesen Wandel täglich. Entscheidend ist nicht mehr allein, wie viele Menschen ein Creator erreicht. Relevant ist auch, welche Geschichte er erzählt, welche Zielgruppe er anspricht und wie sich der produzierte Content weiterverwenden lässt.
UGC vs. Influencer Marketing: Was ist der Unterschied?
UGC (User Generated Content) konzentriert sich im professionellen Creator Marketing primär auf die Produktion von Inhalten. Die Brand kann diese beispielsweise auf ihren eigenen Social-Media-Kanälen oder in Werbeanzeigen verwenden, sofern die entsprechenden Nutzungsrechte vereinbart wurden.
Beim Influencer Marketing kommt die Reichweite des Creators hinzu. Der Content wird auf dessen eigenen Kanälen veröffentlicht und erreicht seine Community.
| UGC Marketing | Influencer Marketing |
|---|---|
| Fokus auf Content-Produktion | Fokus auf Content und Community |
| Followerzahl ist nicht entscheidend | Reichweite und Zielgruppe spielen eine Rolle |
| Einsatz auf Brand-Kanälen und in Ads | Veröffentlichung auf Creator-Kanälen |
| Vergütung für die Content-Leistung | Vergütung für Content, Veröffentlichung und gegebenenfalls Werberechte |
Die Grenzen verschwimmen zunehmend. Ein Micro-Influencer kann heute sowohl Content produzieren als auch organisch veröffentlichen und mit entsprechender Freigabe für Paid Advertising zur Verfügung stellen.
Warum also zwei getrennte Strategien entwickeln, wenn sich beide Ansätze sinnvoll verbinden lassen?
Creative Diversity: Warum ein einziges Werbevideo nicht reicht
Ein wichtiger Faktor moderner Creator-Kampagnen ist die kreative Vielfalt.
Eine Brand kann dasselbe Produkt durch unterschiedliche Creator und aus verschiedenen Perspektiven präsentieren lassen.
Ein Food Creator erzählt eine andere Geschichte als ein Fitness Creator. Ein Lifestyle Creator integriert das Produkt wiederum in einen völlig anderen Kontext.
So entstehen unterschiedliche Creative Angles, die verschiedene Bedürfnisse und Interessen ansprechen können.
Diese Entwicklung ist auch für die technischen Systeme der Werbeplattformen relevant.
Mit Meta Andromeda, das im Dezember 2024 vorgestellt wurde, setzt Meta auf KI-gestützte Verfahren zur Auswahl relevanter Werbeanzeigen. Die technische Entwicklung berücksichtigt auch die wachsende Anzahl und Vielfalt von Werbe-Creatives.
Quelle: Meta Engineering – Meta Andromeda
Das bedeutet nicht, dass mehr Videos automatisch bessere Ergebnisse liefern.
Entscheidend ist, dass sich die kreativen Ansätze tatsächlich unterscheiden und ihre Wirkung anhand von Kampagnendaten getestet wird.
Zehn ähnliche Videos sind keine Creative-Diversity-Strategie. Zehn unterschiedliche Geschichten können dagegen wertvolle Erkenntnisse liefern.
Warum der Mix aus UGC, Influencern und Paid Ads relevant ist
Für viele Brands besteht die Herausforderung darin, organische Sichtbarkeit und bezahlte Reichweite miteinander zu verbinden.
UGC kann unterschiedliche kreative Perspektiven liefern. Influencer bringen zusätzlich ihre Community und persönliche Glaubwürdigkeit ein.
Mit Meta Partnership Ads und TikTok Spark Ads lassen sich geeignete, autorisierte Creator-Inhalte anschliessend auch über bezahlte Werbung verbreiten.
TikTok beschreibt Spark Ads ausdrücklich als Format, mit dem organische Creator-Beiträge nach entsprechender Autorisierung als Anzeigen genutzt werden können.
Quelle: TikTok for Business – About Spark Ads
Auch organischer Content bleibt wichtig. Er kann langfristig zur Präsenz einer Brand beitragen und Menschen erreichen, die sich auf Social-Media-Plattformen über Produkte informieren.
Für eine nachhaltige Creator-Strategie sollten Brands daher nicht ausschliesslich einzelne Influencer buchen oder isolierte Werbevideos produzieren.
Sie sollten überlegen, wie Content, Community und Distribution zusammenwirken.
Von der Lovebrand zur Community-Brand
Gerade im FMCG-Bereich wird deutlich, wie wichtig wiederkehrende Markenpräsenz ist.
Aus unserer Arbeit mit Brands wie Migros, NOCCO Switzerland und Vitamin Well Switzerland wissen wir, dass unterschiedliche Content-Formate, Creator und Marketingkanäle jeweils eigene Aufgaben erfüllen können.
Ein Creator-Video kann ein Produkt vorstellen. Eine Influencer-Kampagne kann neue Menschen erreichen. Eine Aktivierung im Detailhandel schafft einen zusätzlichen Kontaktpunkt.
Die Herausforderung liegt darin, diese Massnahmen sinnvoll miteinander zu verbinden.
Starke Brands sollten nicht nur sichtbar sein. Sie sollten für unterschiedliche Zielgruppen auf relevante Weise präsent sein.
Das erfordert Kreativität, kontinuierliche Produktion und die Bereitschaft, neue Creator und Content-Ansätze auszuprobieren.
Wie würde Not Nice eine Creator-Kampagne mit CHF 10'000 planen?
Nehmen wir eine FMCG-Brand, die bereits im Schweizer Detailhandel erhältlich ist und ihre Bekanntheit steigern möchte.
Ein möglicher Ausgangspunkt wäre folgende Budgetaufteilung:
| Bereich | Budget |
|---|---|
| UGC und Creative-Produktion | CHF 4'000 |
| Influencer-Kooperationen | CHF 3'000 |
| Paid Media | CHF 3'000 |
| Total | CHF 10'000 |
Das Modell ist ein illustratives Planungsbeispiel von Not Nice, kein fixer Tarif und keine universelle Budgetempfehlung.
Ziel wäre es, mit verschiedenen Creatorn unterschiedliche Geschichten zu entwickeln, ausgewählte Influencer für organische Veröffentlichungen einzusetzen und passende Inhalte über bezahlte Werbung zu testen.
Wie viele Creator und Assets tatsächlich eingesetzt werden, hängt von Vergütungen, Nutzungsrechten und Produktionsumfang ab.
Die detaillierte Planung – von der Creator-Auswahl über das Creative Testing bis zur Budgetsteuerung – behandeln wir in unserem kommenden Creator Scaling Guide 2027.
Fazit: Der richtige Mix gewinnt
UGC und Influencer Marketing sind keine Gegensätze.
Für Brands, die 2027 skalieren möchten, liegt die Chance in ihrer Kombination.
Entscheidend ist nicht, möglichst viele Creator zu buchen oder möglichst viele Videos zu veröffentlichen.
Es geht darum, passende Menschen auszuwählen, unterschiedliche Geschichten zu entwickeln und Content über die richtigen Kanäle einzusetzen.
Bei Not Nice verbinden wir dafür Creator-Matching, Multi-Bidding, Kampagnenmanagement und professionelle Content-Produktion auf einer Plattform.
Don't scale creators. Scale what works.
Coming Soon: The Creator Scaling Guide 2027
Wie viele Creator braucht eine Brand wirklich? Welche Creative Angles sollte sie testen? Wie verteilt man Content- und Media-Budgets? Und wie entsteht aus einzelnen Kampagnen ein skalierbares Creator-Marketing-System?
Im kommenden Not Nice Creator Scaling Guide 2027 zeigen wir unser Framework für Creator-Auswahl, Content-Produktion, Creative Testing und Paid Distribution – mit konkreten Budgetmodellen und Erfahrungen aus unserer Arbeit mit Brands.
Bis dahin: Entdecke die Not Nice Plattform.
Häufig gestellte Fragen
Ist UGC besser als Influencer Marketing?
Nicht grundsätzlich. UGC eignet sich insbesondere für die Produktion von Content, während Influencer Marketing zusätzlich organische Reichweite und Community einbringen kann. Beide Ansätze lassen sich kombinieren.
Warum ist Creative Diversity für Meta Ads wichtig?
Unterschiedliche Creatives können verschiedene Zielgruppenbedürfnisse und Kaufmotive ansprechen. Die Wirksamkeit sollte durch strukturierte Tests überprüft werden. Mehr Content allein garantiert keine besseren Kampagnenergebnisse.
Was sind Spark Ads?
Spark Ads sind TikTok-Werbeanzeigen, bei denen organische Beiträge mit entsprechender Autorisierung für bezahlte Werbung genutzt werden können.
Wie viel Budget sollte eine Brand für Creator Marketing einplanen?
Das hängt von Ziel, Markt, Produktionsumfang und Werbestrategie ab. Not Nice zeigt in diesem Artikel eine mögliche Budgetaufteilung für eine FMCG-Kampagne mit CHF 10'000.
Quellen und Transparenz
Redaktioneller Stand: 8. Oktober 2026
Dieser Beitrag basiert auf öffentlich verfügbaren technischen Informationen sowie den operativen Erfahrungen und strategischen Einschätzungen von Not Nice.
Externe Quellen:
- Meta Engineering – Meta Andromeda, 2. Dezember 2024
- TikTok for Business – About Spark Ads, Stand Juni 2026
Die Budgetaufteilung und die Einschätzungen zur Creator-Strategie stellen eigene redaktionelle Empfehlungen von Not Nice dar. Sie sind keine allgemeingültigen Branchenstandards.
Marketingresultate hängen unter anderem von Zielgruppe, Produkt, Creator-Auswahl, Creative, Saisonalität und Media Buying ab. Die beschriebenen Ansätze stellen keine Garantie für bestimmte Kampagnenergebnisse dar.



